Gleichzeitig mit der Verbesserung dieser Hauptverbindung zwischen Utrecht und Amersfoort in 1652 konnten 100 Ruten (376 m) breite Grundstücke gekauft werden, von denen die meisten anfangs 20. Jh. weiter aufgeteilt wurden. Wie es sich für einen Schweizerklub gebührt, begannen wir unseren Spaziergang bei der Chalet-Villa Edelweiss (Nr. 5). Innerhalb von wenigen 100 Metern passierten wir eine Villa im englischen Landhausstil anfangs 20. Jh. (Nr. 13), eine im Jugendstil (Nr. 15), ein Landhaus im neo-holländischen Barockstil (Nr. 17) und den ersten Betonskelettbau der Niederlanden, die vom jungen Robert van ’t Hoff in 1915 entworfene „Betonvilla“ (Nr. 11A), inspiriert durch die Bauten des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright, den van ’t Hoff in 1914 besuchte. Dieses für den Laien nicht besonders aussehende Haus ist als Rijksmonument eingestuft. |
Die ehemaligen Herbergen De Pan und Huis ter Heide wurden in 1966 bezw. 1971 spurlos abgebrochen. Dagegen steht noch das Restaurant Spitfire, ebenfalls ein Haus mit besonderer Geschichte: Es ist die ehemalige Bahnstation Huis ter Heide, an der 1901 eröffneten Zweiglinie Bilthoven-Zeist; der nach dem Schliessen der Linie in den 70er Jahren erstellte Veloweg nach Bilthoven folgt dem Bahntrassee.
Der Villapark Huis ter Heide, auf der Nordseite des Amersfoortseweg, liegt ganz auf einem der 376 m breiten ehemaligen Grundstücke von 1652. Er wurde ab 1902 vom Kakaofabrikanten Blooker angelegt, der im Landhaus Zandbergen auf der Südseite der Strasse wohnte. Allerdings liess er sich nicht die eigene Aussicht durch neue Villen verbauen, sondern legte einen Park mit Weiher und Sichtachse vor dem Villapark an, den heutigen Blookerpark.
Nachdem wir den Park durchquert und einen Blick auf das „zomerhuis“ Verloop (Ruysdaellaan 2), ebenfalls durch Robert van ’t Hoff im F.L. Wright-Stil entworfen, geworfen hatten, standen Fendant, Rivella und Schweizer Käse bereit: Anstossen auf ein erfolgreiches Klubjahr! |